Anti-Aging


Radiointerview hr3 / 2003



Martina Regel:


Fit, frisch und gesund bleiben bis ins hohe Alter. Anti-Aging ist unser Thema in der nächsten Stunde, heute mit einem Plastischen Chirurgen live im hr3–Studio. Anfang bis Mitte 20, da ist Mann und auch Frau noch locker und süß. Ja und dann gehts los: Tränensäcke, Hängebäckchen, Doppelkinn, Hängebusen, Orangenhaut. Irgendwann muss man sich entscheiden, entweder man trägt das Alter mit Würde oder aber man macht mal einen Termin beim Schönheitschirurgen. 10–15 Jahre kann man wegmogeln mit einem so genannten Facelifting. Also einmal das Gesicht komplett durchstraffen. Das sagt Dr. Burkhard Dippe, Plastischer Chirurg in Bad Homburg und heute bei uns im hr3–Studio:

Sagen Sie, interessant finde ich ja, dass nicht nur Frauen zu Ihnen kommen, sondern immer mehr Männer, nicht wahr?



Dr. Burkhard Dippe:


Ich denke, dass nach wie vor der Großteil der Patienten natürlich weiblich ist. Aber in den letzen Jahren hat sich schon gezeigt, dass sich Männer immer mehr auch solchen plastisch-ästhetischen Korrekturen gegenüber öffnen. Das betrifft vor allem die typischen Eingriffe im Gesicht, also die Korrektur an Oberlid- und Unterlid, also Schlupflider und Tränensäcke. Das betrifft durchaus auch ein Facelift. Bezüglich der Fettabsaugung, die ja inzwischen eine sehr etablierte und bekannte Methode ist, nutzen Männer auch Konturverbesserungen am Bauch durch dieses Verfahren.





Martina Regel:


Neuester Trend steht ja zurzeit in allen Zeitschriften, ist das Falten weglasern? Also lasern statt schnibbeln. Was halten Sie denn davon?





Dr. Burkhard Dippe:


Man muss ganz klar und ehrlich sagen, dass die Laseranwendung keine Alternative zum Facelift oder zur Lidstraffung darstellen kann. Die Lasertherapie verbessert die oberflächliche Hautstruktur, kann bestenfalls kleine Fältchen, die durch mimische Aktivität des Gesichts entstanden sind, nivellieren. Aber altersbedingte Hautüberschüsse im Lidbereich oder allgemein im Gesicht sind durch Lasertherapie nicht korrigierbar.





Martina Regel:


Eine der beliebtesten Schönheitsoperationen ist ja nach wie vor die Brustvergrößerung. Wie ist das eigentlich, kommen da die Frauen zu Ihnen und sagen – hier Herr Doktor machen Sie mal aus meinem Minibusen so ne richtig pralle Körbchengröße Doppel-D?





Dr. Burkhard Dippe:


Also aus der täglichen Sprechstunde zeigt meine Erfahrung, dass viele Frauen für ihr eigenes Selbstwert- und Körpergefühl einen normal großen und wohlgeformten Busen haben wollen. Dies entspricht beim BH einem B- bzw. C-Körbchen. Überkorrekturen werden eigentlich vergleichsweise selten gewünscht und sind unter keinen Umständen zu empfehlen. Man muss sich vorstellen, das Implantat überdehnt das Gewebe, die übertriebene Eigenschwere trägt dann auch zu einer weiteren Deformierung bei. Man sollte einer Patientin dringend davon abraten.





Martina Regel:


Ja, ist klar. Momentan lassen sich ja in Amerika vor allem ältere Frauen mit erschlafftem Hinterteil, aber auch schon ganz junge Mädchen, Silikonkissen in den Po einpflanzen, damit er so saftig und prall wird wie der berühmte Hintern von Jennifer Lopez. Gibt es solche Wünsche auch bei Ihnen?



Dr. Burkhard Dippe:


An der Stelle muss ich einfach sagen, dass solche Korrekturen für mich abwegig sind und einfach nichts mit seriöser ästhetischer Chirurgie zu tun haben. So was wird vielleicht in einigen wenigen privaten Instituten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten angeboten. Ich lehne solche Eingriffe ab.





Martina Regel:


Dr. Burkhard Dippe, Plastischer Chirurg aus Bad Homburg, Mitglied der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen, ist heute unser Experte im Studio und beantwort ihre ganz persönlichen Fragen am Hörertelefon. Sie sagen, dass man mit vergleichsweise kleinen operativen Eingriffen, große Wirkung erzielen kann und die sichtbaren Alterserscheinungen wirkungsvoll wegmogeln kann. Die Brüste bitte mal größer, die Lippen voller oder die Hüften weniger und den Hintern knackiger machen. Das sind so die Wünsche, mit denen immer mehr Menschen zum Schönheitschirurgen gehen. Es haben eine ganze Menge Leute angerufen:

Herr Dippe, die häufigsten Fragen kamen zu Lidkorrekturen, Facelift und Fettabsaugung. Da gehen wir noch mal kurz darauf ein. Was ist eine Lidkorrektur?



Dr. Burkhard Dippe:



Eine Lidkorrektur umfasst im Wesentlichen die Beseitigung von Schlupflidern im Oberlidbereich und im Bereich des Unterlides, vor allem die Entfernung von den sogenannten Tränensäcken. Es ist ein sehr eleganter Eingriff. Ich bezeichne ihn immer als kleinen Eingriff mit einer wirklich großen Wirkung. Und zwar aus folgendem Grund: Kleiner Eingriff – weil die Operation üblicherweise in lokaler Betäubung und ohne Krankenhausaufenthalt durchgeführt wird. Große Wirkung – weil das Ergebnis eine frischere Ausstrahlung ist. Die Frauen profitieren auch sehr stark von der Verbesserung der Schminkmöglichkeiten.





Martina Regel:


Was kostet das Ganze?





Dr. Burkhard Dippe:


Man kann durchschnittlich von etwa 1.900 und 3.500 EURO ausgehen. Je nachdem, ob nur eine Partie wie die Oberlider oder eben Ober- und Unterlid – das ist auch zusammen möglich – korrigiert werden sollen.



Martina Regel:


Stichwort Facelift, da geht ja die Angst um, dass man hinterher ein Gesicht wie eine Maske hat, nicht wahr?





Dr. Burkhard Dippe:


Oberstes Ziel für jeden seriösen Plastischen Chirurgen ist: Man will ein natürliches Ergebnis erreichen. Keine maskenartige Überkorrektur – wie wir das nennen – das wäre einfach ein Misserfolg. Ich denke, das ist mit der Erfahrung des Operateurs auch sicher zu vermeiden.



Martina Regel:


Was kostet so ein Facelift?



Dr. Burkhard Dippe:


Da addieren sich Gesamtkosten aus Anästhesieleistung, aus plastisch-chirurgischer Behandlungs
pauschale, aus Krankenhausaufenthalt. Man sollte etwa von 6.000 bis 7.000 EURO ausgehen.





Martina Regel:


Und Fettabsaugung war noch ein heißes Thema?





Dr. Burkhard Dippe:


Ja, ich denke, da ist nach wie vor Unklarheit, was die Fettabsaugung leisten kann. Die Fettabsaugung dient der Konturverbesserung an Problemzonen wie Oberschenkel, Bauch und Hüften. Sie ist natürlich keine Maßnahme zur Gewichtsreduktion. Folgendes Beispiel: Das Reithosenproblem ist meistens bei Frauen zu finden, die ansonsten keinerlei Übergewichtsprobleme haben, oft sogar sehr schlank sind. Andererseits können Männer über 100 kg Körpergewicht aufweisen, werden aber nie eine Reithosendeformität an den Außenseiten der Oberschenkel entwickeln. Man sieht also, das hat nichts mit Gewichtsschwankungen zu tun, sondern ist einfach ein genetisch bedingtes Konturproblem.





Martina Regel:


Ganz wichtig, denke ich, ist noch mal zu sagen: Bitte vorher gut informieren und beraten lassen, oder?





Dr. Burkhard Dippe:


Ja, wir haben natürlich mit dem zunehmenden Interesse an ästhetischen Eingriffen das Problem des Missbrauches und der Qualitätssicherung. Man kann grundsätzlich sagen, Eingriffe, über die wir hier gesprochen haben, sind in der Hand von erfahren Chirurgen risikoarm. Ich denke, jeder Patient oder jeder Interessent hat die Möglichkeit, sich über Beratungen ein Bild zu verschaffen, inwieweit er sachlich über das operative Vorgehen beraten wird oder ob eben nur wirtschaftliche Interessen in einem Instituts dahinter stehen. Man sollte kritisch sein.

Praxis Dr. Dippe
Klinik Dr. Baumstark
Viktoriaweg 18
61350 Bad Homburg

Telefon
Email

Mo und Mi
Di, Do, Fr
06172.4997770
praxis@drdippe.de

9.00 Uhr – 18.00 Uhr
9.00 Uhr – 15.00 Uhr

Außerhalb der telefonischen
Erreichbarkeit können Sie uns
gerne per Email kontaktieren
oder hinterlassen Sie uns eine
Nachricht auf unseren Anrufbeantworter. Wir geben Ihnen kurzfristig eine Rückmeldung. 

Joomla templates by Joomlashine